Verpackungen bei ALBERT KREUZ – Schutz, Nachhaltigkeit und Logistik

Verpackungen bei ALBERT KREUZ

Wie wir unsere Produkte verpacken, ist für uns keine Nebensache. Verpackungen müssen unsere Artikel schützen, beim Versand funktionieren, praktikabel im Alltag sein und gleichzeitig möglichst sinnvoll in Bezug auf Materialeinsatz und Umweltbilanz gewählt werden.

Vielleicht haben Sie im Laufe der Jahre schon unterschiedliche Verpackungen von uns erhalten – große Faltschachteln, kleine Schachteln, braune Umschläge, Pergaminbeutel oder Zipper-Beutel. Dahinter steht keine Beliebigkeit, sondern eine lange Entwicklung mit vielen Erfahrungen und Abwägungen.

Wie alles begann

Als ALBERT KREUZ 2008 gegründet wurde und zunächst ausschließlich Herren-Unterwäsche anbot, gingen wir davon aus, dass Business-Unterwäsche für Herren häufig von Frauen gekauft wird. Daraus entstand das Design unserer ersten Faltschachtel mit Damengesicht und dem Slogan „Business Unterwäsche von ihr für ihn“.

Die Realität sah jedoch anders aus: Die meisten Herren bestellten selbst – zielgerichtet, unkompliziert und oft nach einer kurzen Suche nach Begriffen wie „geeignetes Unterhemd unter dem Oberhemd“ oder „unsichtbares Unterhemd“. Das führte schnell zu einer neuen Erkenntnis: Auch das Verpackungsdesign sollte besser zu unseren tatsächlichen Kunden passen.

So entstand die Faltschachtel, die uns lange begleitet hat – mit der Abbildung eines Männeroberkörpers und einer klareren Ausrichtung auf den männlichen Käufer.

Mit der Damenwäsche kam die nächste Veränderung

Als später Damen-Unterwäsche ins Sortiment aufgenommen wurde, passte die bisherige Verpackung natürlich nicht mehr. Für die neue Damenkollektion entstand deshalb intern eine eigene Damen-Faltschachtel.

Mit dem Ausbau der Fertigung nach Portugal im Jahr 2018 wurde die Verpackung erneut zum Thema. Da dort zunächst vor allem die besonders feinen Clean Cut Artikel gefertigt wurden, entstand ein neues, kleineres Unisex-Verpackungsformat. Ziel war es, unnötige Luft in der Verpackung zu vermeiden und die feinen Produkte besser an ihr geringes Volumen anzupassen.

Zur besseren Erkennung erhielt diese kleine Faltschachtel zunächst ein Sichtfenster.

Erfahrungen mit Fremdlagern und Marktplätzen

Mit der Nutzung externer Lager- und Logistikstrukturen zeigte sich jedoch, dass schöne Faltschachteln im Alltag nicht immer die beste Lösung sind. Besonders in Fremdlagern wurden Verpackungen teils stark beschädigt. Große Schachteln wurden zerdrückt, kleine Schachteln mit Sichtfenster rissen an den Fensterbereichen ein.

Daraufhin wurde das Sichtfenster entfernt und eine robustere kleine Unisex-Faltschachtel eingeführt.

Trotzdem traten weiterhin Schäden auf. Immer wieder fanden wir halb geöffnete oder gequetschte Verpackungen in Fremdlagern vor. Für unsere Produkte war das keine zufriedenstellende Lösung.

Der Weg zu platzsparenderen Verpackungen

Aus diesen Erfahrungen entstand die Idee, auf flachere, robustere und platzsparendere Verpackungslösungen umzusteigen. Zunächst testeten wir bedruckte Pergaminbeutel, später auch Umschläge aus recyceltem Papier.

Die Vorteile lagen auf der Hand: weniger Volumen, weniger „verpackte Luft“, weniger gequetschte Schachteln und effizientere Transportwege. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass insbesondere die Klebelaschen dieser Lösungen problematisch waren. Sie hielten häufig nicht zuverlässig oder mussten bei Retouren ersetzt werden.

Auch die Pergaminbeutel waren optisch und haptisch zunächst sehr überzeugend. Sie wirkten hochwertig und kamen vielen Anforderungen an Umweltverträglichkeit entgegen. In der Praxis blieb aber auch hier das Problem bestehen, dass die Beutel bei Rücksendungen häufig ersetzt werden mussten.

Pandemie, Lieferzeiten und steigende Preise

Mit der weltweiten Pandemie änderten sich Lieferzeiten und Beschaffungskosten drastisch. Verpackungen, die zuvor noch sinnvoll erschienen, wurden plötzlich unverhältnismäßig teuer oder mit sehr langen Produktionszeiten angeboten.

Auch alternative, unbedruckte Pergaminbeutel erwiesen sich nicht als dauerhaft zufriedenstellend. Sie waren teilweise zu dünn und ebenfalls nicht ideal für Retouren oder längere Lagerzeiten.

So griffen wir vorübergehend wieder auf kleine Unisex-Faltschachteln zurück, während andere Artikel in schlichte Beutel verpackt wurden. Gleichzeitig wurde klar: Es musste eine langfristig haltbare, praktikable und wirtschaftlich vertretbare Lösung her.

Warum wir uns mit dem Thema Kunststoff neu beschäftigt haben

Ein zusätzlicher Faktor waren die Anforderungen großer Marktplätze und externer Logistiksysteme. Dort wurden teilweise Kunststoffverpackungen explizit vorausgesetzt. Gleichzeitig fiel uns auf, dass viele Kunden Zipper-Beutel im Alltag weiterverwenden – zum Beispiel auf Reisen, zur Aufbewahrung oder für spätere Nutzung mit dem Produkt selbst.

Damit stellte sich für uns die Frage neu: Was ist im gesamten Lebenszyklus eines Produkts tatsächlich sinnvoller? Eine vermeintlich „umweltfreundlichere“ Verpackung, die bei Retouren oder Lagerung mehrfach ersetzt werden muss – oder ein robuster, wiederverwendbarer Beutel, der das Produkt zuverlässig schützt und häufig weitergenutzt wird?

Die Umweltbilanz im größeren Zusammenhang

Neben dem Material spielt auch das Verhältnis von Gewicht, Volumen, Schutzfunktion und Wiederverwendbarkeit eine große Rolle. Flache und leichte Verpackungen sparen Platz bei Transport und Lagerung und reduzieren den Bedarf an zusätzlicher Versandverpackung.

Zum Vergleich: Zum Vergleich: Große Faltschachteln haben ein Volumen von etwa 1 Liter pro Produkt. Die kleinere Faltschachtel liegt bei rund 0,7 Litern. Ein Zipper-Beutel ist mit etwa 0,5 Litern deutlich kompakter und leichter.

Das wirkt sich direkt auf Transport, Lagerung, Versandkartons und die gesamte Logistik aus. Auch Mehrfachbestellungen lassen sich mit solchen Verpackungen effizienter bündeln.

Unsere heutige Lösung

Nach vielen Tests, praktischen Erfahrungen und Abwägungen haben wir uns für robuste Zipper-Beutel mit individueller Bedruckung entschieden. Sie schützen die Produkte zuverlässig, lassen sich mehrfach öffnen und schließen und funktionieren sowohl im Versand als auch bei Retouren deutlich besser als viele der zuvor getesteten Alternativen.

Damit erreichen wir eine einheitliche, praktikable und langlebige Verpackungslösung, die den Anforderungen im Alltag besser gerecht wird.

Unser Anspruch

Wir betrachten Verpackungen nicht isoliert, sondern im gesamten Zusammenhang von Produktschutz, Retourenfähigkeit, Wiederverwendbarkeit, Lagerung, Versandvolumen und Materialeinsatz. Unser Ziel ist nicht eine perfekte Theorie, sondern eine Lösung, die im echten Alltag funktioniert – für unsere Produkte, für unsere Kunden und mit Blick auf Umweltaspekte.

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit und Verantwortung bei ALBERT KREUZ finden Sie auch hier: Umwelt bei ALBERT KREUZ.