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Merinowolle und Löcher im Unterhemd

Löcher in Ihrem Merino-Unterhemd?

Treten Löcher in Merino-Unterhemden auf, gibt es meist eine nachvollziehbare Erklärung.

1. Die Löcher treten nach längerer Tragezeit auf? Dann können Kleidermotten die Ursache sein.

Kleidermotten

Kleidermotten werden häufig mit alten oder unordentlichen Kleiderschränken in Verbindung gebracht. Tatsächlich können sie jedoch auch in sehr sauberen und modernen Haushalten vorkommen – besonders dort, wo tierische Naturfasern wie Merinowolle gelagert werden.

Für die Schäden an Wolltextilien sind nicht die erwachsenen Motten selbst verantwortlich, sondern deren Larven. Sie ernähren sich von tierischen Fasern wie Wolle. Bereits wenige abgelegte Eier können deshalb dazu führen, dass nach einiger Zeit kleine Löcher in einem Kleidungsstück entstehen.

Typischen Mottenfraß erkennt man häufig an unregelmäßigen Löchern mit leicht ausgefransten Rändern. Im Gegensatz zu Löchern, die vermehrt nur unter den Achseln auftreten können – beispielsweise durch das Zusammenspiel von Schweiß, Deodorant und Reibung – oder in Höhe des Hosenbundes durch mechanische Belastung, sind Mottenlöcher meist ohne erkennbares Muster an verschiedenen Stellen des Unterhemds verteilt.

Wenn bei einem Merino-Unterhemd nach einiger Zeit Löcher auftreten und Ursachen wie Reibung am Hosenbund, Belastung im Achselbereich oder mechanische Einwirkung beim Waschen durch Reißverschlüsse, Knöpfe, Klettverschlüsse oder Nieten ausgeschlossen werden können, sollte daher auch ein möglicher Mottenbefall geprüft werden.

Tipps zur Erkennung und Bekämpfung von Kleidermotten finden Sie zum Beispiel hier: Kleidermotten erkennen und bekämpfen

Typische Löcher durch Mottenfraß:

Typische Löcher durch Mottenfraß in Merinowolle

2. Die Löcher treten kurz nach dem Kauf oder nach dem ersten Waschen oder Tragen auf? Vorgeschädigte Fasern können die Ursache sein.

Vorgeschädigte Fasern

Bei Merinowolle sind die Möglichkeiten der technischen Qualitätskontrolle naturgemäß eingeschränkter als bei synthetischen Fasern. Synthetische Fasern sind sogenannte Endlosfasern mit einer sehr gleichmäßigen Oberfläche und können bereits vor der Verarbeitung vergleichsweise genau auf ihre Beschaffenheit geprüft werden.

Wolle besteht dagegen aus vielen einzelnen kurzen Naturfasern. Diese erhalten ihre Stabilität erst beim Verspinnen zu einem Garn. Deshalb ist es technisch nicht möglich, jede einzelne Merinofaser vor der Verarbeitung vollständig zu überprüfen.

Wir wählen Wolle von Herstellern, die beim Rohmaterial auf eine hohe Qualität achten. Dennoch unterliegen Naturfasern natürlichen Schwankungen. Trotz sorgfältiger Qualitätskontrolle kann es deshalb in seltenen Fällen vorkommen, dass einzelne vorgeschädigte Fasern verarbeitet werden. Solche Schwachstellen sind im fertigen Produkt zunächst häufig nicht sichtbar und können sich erst beim ersten Tragen oder Waschen in Form kleiner Risse oder Löcher zeigen.

Treten solche Löcher bereits kurz nach dem Kauf auf und lässt sich eine offensichtliche mechanische Einwirkung ausschließen, können vorgeschädigte Fasern die Ursache sein. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an uns – wir prüfen den Fall und sorgen selbstverständlich für eine passende Lösung.

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