Trinkgeld – andere Länder, andere Sitten

Wie viel Trinkgeld ist angebracht? ©chocolat01, pixelio
Wie viel Trinkgeld ist angebracht? ©chocolat01, pixelio

Und welche, das erfahren Sie jetzt. Über Trinkgeld spricht man genauso wenig wie über das eigene Gefühl beim ersten Mal. Man gibt  es einfach und damit basta. Aber da fangen die Schwierigkeiten bereits an. Im eigenen Land wissen wir, wie wir das mit dem Trinkgeld machen. Eigentlich sind 10% vom Rechnungsbetrag vorgesehen, jedoch dürfen wir selbst entscheiden, ob wir mehr oder weniger geben – je nachdem, wie zuvorkommend und kompetent uns die Servicekraft  bedient hat. Für alle am Nachbartisch hörbar, nennen wir ihr den Gesamtbetrag, so dass sie sich ausrechnen kann, wie viel fürs Trinkgeld bleibt.

Gehen wir zu unseren Nachbarn nach Frankreich, Spanien, Italien oder Portugal, sollten wir dezent das Trinkgeld auf den dafür vorgesehenen kleinen Teller legen. Die Servicekraft weiß dann schon, dass die „Münzen“ für sie sind. Chinesen hingegen sehen in der Höhe des Tips keine Anerkennung, sondern eine Degradierung – also Hände weg vom Geldbeutel, Ihre Servicekraft möchte nichts zugesteckt bekommen. Sie können sie eher mit einer Schachteln Zigaretten zum Lächeln bringen. Ein Lächeln und eine zuvorkommende Behandlung erreichen Sie in den USA, wenn Sie bereits vor dem Dinner Ihrer Servicekraft ein paar Scheine zustecken – „Tip in Advance“ garantiert Ihnen einen relaxten Abend. In den USA sollten Sie auf jeden Fall 15-20% des Rechnungsbetrags ins Trinkgeld fließen lassen – anders als bei uns sind die Amerikaner bei ihrem Gehalt auf das Trinkgeld angewiesen.

Hände weg vom Trinkgeld in den skandinavischen Ländern. Auch in Belgien und den Niederlanden sind sie unüblich, denn dort ist das Trinkgeld bereits im Rechnungsbetrag inbegriffen. Wenn Sie in Ländern wie Indien, Marokko, Mexiko etc. Urlaub machen, haben Sie das Glück, Ihren Koffer nicht selbst schleppen zu müssen. Für diesen Service erhalten die „Boys“ 1 – 1,50€ pro Gepäckstück. Also, her mit dem Kleingeld!

In den Kneipen der Welt können Sie sich heimisch fühlen. Dort funktioniert der Trick mit dem Trinkgeld wie zuhause, ein kleiner „Tip“ und das nächste Getränk kommt schneller über den Tresen. Anders im britischen Pup. Hier steht der Chef selbst hinter der Bar und nimmt Ihre Almosen nicht an – zu einem Drink dürfen Sie ihn jedoch gerne einladen. Soviel zum multikulturellen Ausflug ins Land des Trinkgelds.

Wenn Sie weitere Tipps zu „Tips“ von Ihren Urlaubsreisen haben, lassen Sie es uns wissen!

Quelle FTD

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