Büro-(Small) Talk – wie Sie sprechen, so positionieren Sie sich auch

So leicht kann Small-Talk im Büro sein!

Sie sind neu im Unternehmen. Nun heißt es, sich zu positionieren, ein Netzwerk aufbauen, um die eigenen Ideen zu verbreiten, um Aufgaben erledigen zu können.  Also, was müssen Sie machen? Small Talk, um Kollegen – am besten die richtigen – kennen zu lernen und mit ihren Ideen ins Gespräch zu kommen.

Small Talk ist ein wichtiger Türöffner, kann im Büro jedoch auch nach hinten losgehen, wenn Sie nicht die nötige Distanz wahren und die Unternehmensetikette nicht kennen. Privates und Klatsch sind unerwünscht und gehören nicht ins Geschäftsleben. Small Talk ist wichtig, verbessert das Betriebsklima und kann sogar Stress reduzieren. Mit ein paar Small-Talk-Tipps bewegen Sie sich sicher auf dem Büro-Parkett und nutzen Kommunikation effektiv für Ihr Vorwärtskommen und Ihre Arbeit. Fakt ist: Büro ist Büro und Privat ist Privat. Im Büro verhalten Sie sich doch sicher auch anders als in Ihrem Privatleben. Daher sollten sich die Themen auch nicht mischen. Was Sie über Ihr Privatleben sagen können, sollten oder dürfen, hängt natürlich immer von der Situation ab, in der Sie sich befinden. Aber je mehr Ihre Kollegen und auch Vorgesetzte über Ihre derzeitige private Situation wissen, umso angreifbarer werden Sie. Also bleibt beispielsweise der Beziehungsstress zuhause, wo er hingehört. Denn wer private Probleme im Büro ausbreitet, ist auch beruflich unfähig – zumindest in den Augen von Kollegen und Vorgesetzten. Und Sie geben Gerüchten Nahrung. Denn Sie glauben doch nicht, dass das, was Sie Ihrem engsten Kollegen anvertraut haben, unter Ihnen zwei bleibt? Auch er hat sein Netzwerk im Unternehmen, das er gerne mit Storys füttert. Dosieren Sie also Geschichten aus Ihrem Privatleben auf ein Minimum – halten Sie es allgemein und unverbindlich. Ihr Mundwerk im Zaumhalten erfordert eine geschärfte Selbstwahrnehmung und Disziplin. Aber es zahlt sich aus. Es zeigt Sie als starke integere Persönlichkeit.

Gerade auf gemeinsamen Geschäftsreisen, Messe- oder Kundenbesuchen kommt man abends am Restauranttisch oder der Bar ins private Gespräch. Nun heißt es für Sie, besondere Aufmerksamkeit über das Gesagte walten lassen. Sie wissen selbst, wenn ein Kunde ‚privat aufmacht‘ haben Sie ihn in der Hand. Das gleiche gilt auch für Sie.

Hat ein Kollege einen Unglücks- oder sogar Todesfall in der Familie, zeigen Sie Verständnis und seien Sie zuvorkommend. Sprechen Sie ihn aber nicht direkt darauf an und geben ihm auch noch gut gemeinte Ratschläge. Emotionale Unterstützung und Interesse können Sie anders zeigen.

Auch Anzüglichkeiten sind absolut tabu. Gerne fangen Männer unter sich an die berühmten Blondinenwitze zu erzählen oder machen Frauen manchmal eindeutige Angebote. Vorsicht: Sex ist kein bürofähiges Thema – auch bei Bürofeiern nicht. Bei zu viel Alkohol kommt man sich schnell näher, aber Sie sollten sich klar machen, es gibt auch einen Tag danach und dann meist ein böses Erwachen.

Themen, die Sie auch vermeiden sollten sind: Schlechtmachen der alten Firma, ihrer Vorgesetzten; reden Sie nicht über Probleme in Ihrer Abteilung. Sollte Sie etwas belasten, gehen Sie damit zu Ihrem Personalreferenten oder noch besser einem Betriebsratsmitglied. Unterstellungen von Inkompetenz ist auch nicht der richtige Weg, um sich bei Kollegen bekannt und beliebt zu machen. Reden Sie auf der gleichen Ebene mit Kollegen; Fach- und Fremdwörter aus ihrem Fachbereich gehören nicht zum Gespräch. Und machen Sie sich immer klar: konstruktive Kritik hat etwas mit Leistung zu tun, nicht mit der Persönlichkeit. Bleiben Sie immer sachlich, reagieren Sie niemals eingeschnappt. Zeigen Sie sich als netter und kompetenter Kollege, bei allem was Sie tun UND sagen.

Noch ein Tipp: Versuchen Sie Ihren Gegenüber zu verstehen. Dann behandeln Sie ihn auch richtig. Lernen Sie die Sprache Ihres Unternehmens kennen und einschätzen, dann sind Sie auf einem guten und sicheren Weg. Büro Talk ist wichtig und hilft Ihnen, Ihre Ziele zu erreichen. Aber alles in Maßen.

Kurz und bündig: Büro-Small-Talk
–       Sprechen Sie über Privates nur wenig und in groben Zügen.
–       Geben Sie besonders gegenüber Vorgesetzten und Kunden nicht zu viel von sich preis.
–       Unterlassen Sie jede Anzüglichkeit, wenn Frauen dabei sind.
–       Verzichten Sie auf Ironie, Zynismus, Sarkasmus, Rechthaberei und andere Verbalaggressionen.
–       Überlegen Sie sich mentale Möglichkeiten, um sich sicherer zu fühlen.
–       Übersetzen Sie die Vokabeln der BusinessBusiness-Sprache an Ihrem Arbeitsplatz.

Haben Sie eine Büro-Strategie, wie Sie auf (neue) Kollegen zugehen?

*aus dem Buch „busiquette – korrektes Verhalten im Job“ von Cornelia Topf und Rolf Garwich

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