Deutsche Meetingkultur hui oder pfui?

Wir haben noch Einiges in puncto Meetingkultur zu lernen!
Deutsche Meetingkultur hui oder pfui? © Peter Kirchhoff, pixelio

Sie kennen doch sicher den Spruch „Kleider machen Leute“. Würden Sie diese drei Worte unterschreiben? Ich nicht! Hinter seiner Kleidung kann man sich auch gut verstecken.  Den Menschen auf seine Kleidung zu reduzieren wäre zu kurz gegriffen. Kleider machen jedoch den ersten Eindruck. Und der ist oft entscheidend – besonders im Geschäftsleben.Gestern bin ich nach Arbeitsschluss kurz im Baumarkt vorbeigefahren. Ich hatte noch Anzug und Krawatte an – sicher keine typische Kleidung für den Einkauf im Baumarkt. Aber anscheinend wirkungsvoll. Es kam gleich ein Angestellter auf mich zu, der mich beraten wollte. Klasse, Kleidung wirkt!  Komme ich in Jeans und T-Shirt, laufe ich den Verkäufern hinterher. Eigentlich verkehrte Welt, denn im Anzug werde ich kaum meinen Kombi mit Baustoffen füllen.

Im Geschäftsleben entscheidet oft der erste Eindruck über Sympathie oder Antipathie und den möglichen Gesprächsverlauf.  Hat mein Gesprächspartner ein gepflegtes Erscheinungsbild und stilvolle Kleidung, stehe ich ihm und unserem Meeting bereits positiver gegenüber als wenn er ungepflegt, in zerknittertem Anzug oder gar ohne Anzug vor mir stehen würde. So ist das nun einmal im Business.

Ich habe als Business Analyst und Projektleiter in einem Finanzdienstleistungsunternehmen eng mit externen Partnern und Dienstleistern zusammengearbeitet. Da lernt man einiges über den richtigen Kleidungsstil und die Macht der richtigen Kleidung. In unserem Unternehmen gab es selbst keinen definierten Dresscode, jedoch wurde auf ‚angemessene Bekleidung‘ wert gelegt. Jeans und Turnschuhe waren absolutes Tabu, ansonsten setzte die Unternehmensleitung bei ihren Mitarbeiten voraus, dass sie sich ihrer Funktion entsprechend kleiden. Ich trug Anzughose, Sakko und Oberhemd. Bei Treffen mit Dienstleistern oder IT-Partnern legte ich noch eine Krawatte an. Passende Kleidung verleiht Selbstbewußtsein. Ein guter Start für ein effektives Gespräch.

Hier sind meine Regeln:

  • Einladung mit Agenda und an diese wird sich strikt gehalten
  • Als Projektleiter führe ich wie ein Moderator durch das Meeting
  • Meetingdauer klar definieren und daran halten, das heißt, pünktlich anfangen und pünktlich beenden, ggf. neuen Termin vereinbaren
  • IMMER Protokoll schreiben und zwar unmittelbar nach dem Meeting – Zeit dafür einplanen; Protokoll mit allen Terminen und Adressaten veröffentlichen
  • Alle Aufgaben adressieren, mit Terminen versehen und diese einfordern
  • Termine für Entscheidungen ehrgeizig planen
  • In die Entscheidungen immer diejenigen mit der höchsten Kompetenz auf diesem Gebiet einbeziehen (und das sind meistens nicht Abteilungsleiter oder Vorstände)

Haben Sie noch weitere Tipps für ein effektives und zielgerichtetes Meeting?

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