Klassik am Fuß: Oxford und Derby im Vergleich

Derby und Oxford im Vergleich Foto: shoepassion
Derby und Oxford im Vergleich Foto: shoepassion.com

Oxford und Derby sind klassische Herrenschuhe, die in keiner Kollektion fehlen dürfen. Beide auseinanderzuhalten ist selbst für Laien ein Leichtes. Hauptkriterium ist dabei die Verschlussmethode. Aber auch die Verzierungen der Schuhe und ihr Einsatz differenzieren sie deutlich voneinander.

Offene Schnürung beim Derby

Der schuhgeschichtlich jüngere Derby hat im Gegensatz zum Oxford einen Schaftschnitt, bei dem die beiden Seitenteile (Quartiere), welche die Schnürung tragen, auf dem glatten Vorderblatt, das in die Zunge übergeht, aufliegen. Diese Verschlussmethode wird als offene Schnürung bezeichnet. Der Einstiegsbereich des Schuhs lässt sich dadurch komfortabel weiten und bietet auch Männern mit einem breiten oder hohen Rist einen einfachen Einstieg. Der Derby als Herrenschuh, ist nicht nur ein eigenständiges Schuhmodell, sondern beschreibt ebenfalls einen charakteristischen Schnitt. Weiteren Modellen, wie beispielsweise dem Budapester, dient der Derbyschnitt so als Grundlage.

Geschlossene Schnürung beim Oxford

Beim Oxford hingegen ist der Schaftschnitt so konzipiert, dass die beiden Seitenteile unter das Vorderblatt genäht werden und durch dieses begrenzt sind. Diese als geschlossene Schnürung bezeichnete Verschlussmethode führt dazu, dass der Oxford sich im Einschlupfbereich nicht so weit öffnen lässt wie es beim Derby der Fall ist. Er sitzt dadurch recht schmal am Fuß. Meist wird er durch fünf Schnürösenpaare verschlossen. Im Idealfall wirkt der Oxford wie aus einem Guss gefertigt. Von der Lasche ist lediglich der obere Rand zu sehen. Er wirkt dadurch deutlich eleganter als ein Derby oder Blucher.

Auf Verzierungen wird beim Oxford weitestgehend verzichtet

Oxford und Derby werden demnach zu allererst durch ihre Verschlussmethode voneinander unterschieden. Darüber hinaus kann ein Derby mit reichhaltigen Lochmusterverzierungen ausgestattet sein. So erfreuen sich Half- und Full-Brogue Derbys großer Beliebtheit. Doch natürlich ist er auch in der glatten und unverzierten Variante erhältlich (Plain Derby). Beim Oxford hingegen wird auf Verzierungen weitestgehend verzichtet, da dieses Modell in der Plain-Variante bereits die pure Eleganz ausstrahlt. Lediglich der Captoe Oxford bietet durch seine quer verlaufende Vorderkappennaht eine dezente Art der Verzierung. Extravagante Herrenschuhe sind dagegen meist mit starken Verzierungen und Mustern versehen und sollten dem feierlichen Anlass fernbleiben.

Derby eignet sich für Büro und Freizeit

Ein Plain-Oxford eignet sich für derartige Auftritte perfekt. Ebenso untermalt er die stilbewusste Erscheinung im Büro. In der Freizeit hat ein Oxford hingegen absolut nichts verloren. Seine Eleganz steht ihm hier im Weg. Der Derby ist da deutlich variabler. Ob im Büro oder in der Freizeit, der Derby ist überall zu Hause. Selbst bei gepflegten Abendveranstaltungen ist er, sofern er als Plain oder Captoe daherkommt, ein gern gesehener Gast.

Übrigens sind viele Boots im Prinzip auch nichts anderes als ein Derby, nur sind sie mit einem höheren Schaft versehen.

Der Artikel stammt aus der Feder von Shoepassion Herrenschuhe. In ihren Gastbeiträgen gibt Shoepassion einen Einblick in die Welt der Herrenschuhe. Shoepassion bietet eine eigene hochwertige Herrenschuh-Kollektion an.

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