Verhaltensregeln für die Firmen-Weihnachtfeier

Bleiben Sie auch auf der Firmenweihnachtsfeier stilvoll und ziehen Sie sich nicht die Nikolausmütze auf! Foto: Daniel Baack, Pixelio
Bleiben Sie auch auf der Firmenweihnachtsfeier stilvoll und ziehen Sie sich nicht die Nikolausmütze auf! Foto: Daniel Baack, Pixelio

Die Adventszeit steht vor der Tür, die ersten Vorbereitungen für Weihnachten werden getroffen. In den Unternehmen mehren sich die Termine für geschäftliche Weihnachtsfeiern: Partner und Kunden laden ein, und bald ist auch die große Weihnachtsfeier im eigenen Unternehmen. Da heißt es, einige goldene Regeln einzuhalten, damit man auch nach der Feier wieder gerne ins Büro geht.

ALBERT KREUZ wird Sie in den kommenden Wochen moralisch und mit Tipps durch die Feierzeit bringen, Ihnen zeigen, welche Dresscodes bei welchem Anlass erwünscht sind, wie Sie ihre eigene Einladung für Geschäftspartner zu einem perfekten Abend machen und wie man sich dieses Jahr zu Silvester kleidet. Beginnen wollen wir mit stilvollem Verhalten auf den anstehenden Weihnachtsfeiern. Sex und übermäßiger Alkoholkonsum sind dabei absolute KO-Kriterien.

Sie fanden schon immer Ihre Kollegin aus der Abteilung gegenüber süß und nutzen nun die Weihnachtsfeier, sich ihr zu nähern? Natürlich haben Sie sich vorher warm getrunken, um Ihr Herz offen sprechen zu lassen. Nach fünfzehn Minuten stehen Sie knutschend im Eck, nach weiteren 30 legen Sie einen heißen Tanz mit Ihrer neuen Partnerin aufs Parkett und zu guter Letzt verabschieden Sie sich lautstark von Ihren Kollegen und Vorgesetzten, damit auch wirklich jeder mitbekommt, dass Sie diese Nacht zusammen verbringen. Merken Sie was? So, sollte Ihr Firmenabend nicht ablaufen, denn spätestens nach der Sause gibt es lange Gesichter, nicht nur bei Ihnen und Ihrer Eroberung, sondern vor allem bei Kollegen und Vorgesetzten.

Benehmen Sie sich also auf der Weihnachtsfeier so korrekt wie im Büro selbst. Nur, weil Sie in netter Runde gemeinsam die Weihnachtszeit einläuten und es genug Freigetränke gibt, die Kolleginnen sich besonders nett herausgeputzt haben, sind diese kein Freiwild und die Getränke nicht fürs Komasaufen gedacht. Alles in Maßen und mit Genuss. Wenn sich ein nettes Gespräch mit der Kollegin ergibt, gut, vielleicht sogar der erste Schritt zu einer Beziehung, aber nicht an diesem Abend und vor allen Kollegen.

Knigge-Rat-Mitglied Alexander Freiherr von Fircks sagt auf RP-Online worauf es beim Besuch der Weihnachtsfeier noch ankommt. Mit diesen acht Regeln treten Sie garantiert in kein Fettnäpfchen und können sich auch am nächsten Tag im Unternehmen wieder sehen lassen:

  1. Folgen Sie auf jeden Fall der Einladung. Es gibt kaum einen wichtigen Grund, der Feier fern zu bleiben. Das zeigt ansonsten Desinteresse an der Gemeinschaft und dem Unternehmen.
  2. Verkneifen Sie sich jede Kritik an der Feier, sei sie noch so bescheiden.
  3. Keine plumpe Vertraulichkeit, keine Duz-Angebote
  4. Keine Annäherungsversuche und heiße Tanzeinlagen
  5. Dezente statt aufreizende Kleidung gehört dazu wie Höflichkeit und Rücksichtnahme
  6. Kein Klatsch, sondern Diskretion – sollten Ihre Kollegen über die Strenge schlagen (weil Sie diesen Artikel verpasst haben!)
  7. Gibt es Buffet, holen Sie sich bei jedem Gang einen neuen Teller.
  8. Nicht zu viel auf einmal auf den Teller häufen – zudem auch hier die Menüfolge beachten – sollten Sie von allen Gängen probieren wollen.

Nun wünscht ALBERT KREUZ Ihnen eine schöne Adventszeit und eine stilvolle Weihnachtsfeier mit den Kolleginnen und Kollegen.

Welche Verhaltensregeln haben Ihnen die letzten Jahre bei der Weihnachtsfeier geholfen? Wie ist Ihr eigenes Verhältnis zur Weihnachtsfeier im Büro – eher ein Muss oder freuen Sie sich darauf?

3 Antworten auf „Verhaltensregeln für die Firmen-Weihnachtfeier“

  1. Nun, das mag alles so sein, wenn man/frau in diesem Teich mitschwimmen möchte.
    Ich muss die Menschen, die ich Tag für Tag im Büro treffe, nicht auch noch nach Feierabend erleben.
    Ich lehne derartige „Wir sind doch alle eine große Familie“-Einladungen ab – egal, wie wer darüber denkt.
    Mag sein, dass irgend jemand irgendwas in meiner Erziehung, Sozialisation, verkehrt gemacht hat, aber:
    ich halte gar nichts von diesem „mehr scheinen als sein“. Banker, Politiker u.v.a. haben doch längst demonstriert, dass fesche Business-Kleidung absolut nichts über Kompetenz, Verantwortungsgefühl, Zuverlässigkeit und Ehrenhaftigkeit sagt. Im Gegenteil: Vorsicht ist geboten. Nicht auf den tollen Anzug schauen, sondern in die Augen und das Minenspiel betrachten. Das sagt, mit wem man/frau es zu tun hat.
    Aber was hilft es? The Show must go on! Und Schein kann mensch kaufen, Sein ist schwieriger zu erwerben….

  2. J.C. Dawn, vieleln Dank für die Meinung. Ein Unternehmen, in dem das Miteinander nicht funktioniert und die Weihnachtsfeier zum lästigen Pflichtprogramm wird, würde ich so schnell wie möglich verlassen. Für die Organisation der Weihnachtsfeiern und Auswahl der Location hatte meine vorherige Firma immer großen Aufwand betrieben, die Feiern waren dann auch richtig gut. Das kommt natürlich auf die Menschen und das Betriebsklima an. Mit „Wir sind eine große Familie“ kann ich ebenfalls nichts anfangen, lehne es auch ab, denn auch in diesen Firmen geht es letztendlich ums Geld und werden Menschen gekündigt. In einer Familie erwarte ich das nicht.
    Ein toller Business-Anzug sagt nichts aus über fachliche Kompetenz, da gebe ich Ihnen Recht (es sei denn, er kommt aus der Mode Branche;-) Kleidung sagt aber etwas aus über den Menschen. Zum Beispiel Begeisterung für gute Kleidung. Oft wird diese Begeisterung durch Schlüsselerlebnisse entfacht. Stellen sie sich vor, Siebesuchen eine Manufaktur, in der Schuhe oder Anzüge von Hand hergestellt werden. Ihnen werden die Details erklärt, Sie lernen die Angestellten kennen, die mit Begeisterung ihr Handwerk ausführen und zu einem perfekten Produkt formen. Da kann der Funke schnell überspringen. Lassen Sie sich mal darauf ein.

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