Die Konfektion eines Unterhemdes

Viele Arbeitsschritte sind nötig, um ein Unterhemd zu konfektionieren. Für  ALBERT KREUZ machen das einige der Besten Ihres Faches, die Spezialisten der Konfektion Hereiha aus Hartmannsdorf in Mittelsachsen. Große Marken vertrauen den Künsten der Nähereinnen von Hereiha, wenn es darum geht nach Vorgaben der Designer die Musterkollektion zu fertigen. Die Massenproduktion erfolgt dann aus Kostengründen meist in Fernost.

Anders ALBERT KREUZ, wir fertigen komplett in Deutschland.

Wir haben den Näherinnen über die Schulter geschaut und dokumentiert, welche Schritte der Stoff durchläuft, bis ein feines Herren-Unterhemd daraus wird.

Die Einzelteile des Wäscheteils werden in allen gewünschten Größen auf Papier gezeichnet und an der "Lectra" angebracht. Von dieser mit Sensoren ausgestatteten Tafel können alle Maße abgenommen und in "maschinenlesbare" Daten umgewandelt werden.

Auch in der Konfektion geht nihcts ohne PC. Alle Einzelteile die von der "Lectra" übertragen wurden, sind jetzt elektronisch erfasst. Die vorhandenen Daten werden mit geplanter Stückzahl und dem Maß der Stoffbahnen angereichert.

Auch in der Konfektion geht nichts ohne PC. Alle Einzelteile die von der "Lectra" übertragen wurden, sind jetzt elektronisch erfasst. Die vorhandenen Daten werden mit geplanter Stückzahl und dem Maß der Stoffbahnen angereichert.

Der Schnittplan wird erstellt

Die Schnitt-Software entwirft einen Schnittplan. Allerdings wird dieser weiter von Hand optimiert, um möglichst wenig Verschnitt zu erzeugen. Die Erfahrung der Spezialisten hilft, Material zu sparen und damit die Umwelt zu schonen, verrät uns Maria Thomä, die Geschäftsführererin der Hereiha Textil GmbH.

 

Der optimierte Schnittplan wird nun im Maßstab 1:1 auf Papier übertragen.

Der optimierte Schnittplan wird nun im Maßstab 1:1 auf Papier übertragen.

Die Lagen-Legemaschine rollt den Stoff von der olle ab und legt ihn in bis zu 80 Lagen exakt übereienander.

Die Lagen-Legemaschine rollt den Stoff von der Rolle ab und legt ihn in bis zu 80 Lagen exakt übereienander.

Der Papier-Schnittplan wird nun auf die Stofflagen gelegt. Beide werden jetzt zusammen gepresst.

Der Papier-Schnittplan wird nun auf die Stofflagen gelegt. Beide werden dann zusammen gepresst. Hier wird es ohne Stoff demonstriert, wir waren etwas zu spät, es wurde gerade geschnitten.

Frau Spichtinger von Hereiha Textil demonstriert uns die Zuschneidemaschine.

Frau Spichtinger von Hereiha Textil demonstriert uns die Zuschneidemaschine.

 

Das Spezialmesser der Schneidemaschine durchtrennt den Stoff. Die Konturen gibt der oben liegende Schnittplan vor, der damit ebenfalls zerschnitten wird.

Das Spezialmesser der Schneidemaschine durchtrennt den Stoff. Die Konturen gibt der oben liegende Schnittplan vor, der damit seinen Zweck erfüllt hat und ebenfalls zerschnitten wird.

Hoch qualifizierte Näherinnen

Das eigentliche Nähen beginnt jetzt. 40 Näherinnen mit 60 Spezial-Nähmaschinen verarbeiten die feinen Stoffe. Im Gegensatz zu Universal-Nähmaschinen für den Hausgebrauch, die nahezu alles können, hat eine Spezialmaschine meist nur eine einzige Funktion. Einige der Maschinen kosten mehr als ein Kleinwagen.

Zunächst werden Front- und Rückenteil an einer Schulter vernäht. Bei ALBERT KREUZ werden alle Schultern mit einer Flatlock-Naht ausgestattet, diese ist flach und zeichnet sich nicht durch ein Oberhemd ab.

Zunächst werden Front- und Rückenteil an einer Schulter vernäht. Bei ALBERT KREUZ werden alle Schultern mit einer Flatlock-Naht ausgestattet, diese ist flach und zeichnet sich nicht durch ein Oberhemd ab.

 

der Nähfaden wird in die Börtchen-Maschine eingelegt. Zuvor wurde das Börtchen zur umsäumung des Ausschnittes von der selben Stoffrolle geshnitten. Damit werden Farbunterschiede wie sie zwischen unterschiedlichen Stoffrollen auftrerten können vermieden.

Der Nähfaden wird in die Börtchen-Maschine eingelegt. Zuvor wurde das Börtchen zur Umsäumung des Ausschnittes von der selben Stoffrolle wie das Unterhemd geschnitten. Damit werden Farbunterschiede wie sie zwischen unterschiedlichen Stoffrollen auftreten können verhindert. Die Bördchen-Maschine zwingt das Bördchen nun in seine Position, so dass es nun den Ausschnitt einfasst. Für jede gewünschte Endbreite gibt es einen geschmiedeten Stahl-Aufsatz.

 

Nachdem die zweite Schulter geschlossen, werden nun beide Arme an das Unterhemd genäht. Die Unterseite der Ärmel bleibt zu diesem Zeitpunkt noch geöffnet.

Nachdem die zweite Schulter geschlossen wurde, werden nun beide Arme an das Unterhemd genäht. Die Unterseite der Ärmel bleibt zu diesem Zeitpunkt noch geöffnet.

 

Mit einem Zug werden die Seiten verschlossen. Dabei werden auch die Arme an der Unterseite vernäht.

Mit einem Zug werden Vorder- und Rückenfront an den Seiten verschlossen. Dabei werden auch die Arme an der Unterseite vernäht.

 

Die Unterseite sowie die Arme werden umgeschlagen und sorgfältig gesäumt.

Die Unterseite sowie die Arme werden umgeschlagen und sorgfältig gesäumt.

Alle Maschinen verknoten als letzten Schritt das ende der Naht. Trotzdem wereden bei ALBERT KREUZ Artikeln die Nahtenden in einem zusätzlichen Arbeitsschritt verriegelt. so kann sich nihcts lösen.

Alle Maschinen verknoten als letzten Schritt das Ende der Naht. Trotzdem werden bei ALBERT KREUZ Artikeln die Nahtenden in einem zusätzlichen Arbeitsschritt verriegelt. So kann sich nichts lösen.

 

Das Markenlabel darf nicht fehlen. Wer ALBERT KREUZ trägt, hat sich für Qualität und Sicherheit entschieden. Nicht zu vergessen sind auch die extrem kurzen Transportwege, denn die meisten verarbeiteten Stoffe, Verpackung, Label, Pflegeetiketten kommen aus der gleiche region in Mittelsachsen. Das schont die Umwelt.

Das Markenlabel darf nicht fehlen. Wer ALBERT KREUZ trägt, hat sich für Qualität und Sicherheit entschieden. Nicht zu vergessen sind auch die extrem kurzen Transportwege, denn die meisten verarbeiteten Stoffe, Verpackung, Label, Pflegeetiketten kommen aus der gleiche Region in Mittelsachsen. Das schont die Umwelt.

Die Nähte werden von Faden-Enden gesäubert. Lose Fäden werden entfernt. Ebenfalls Schritte, die in den meisten Konfektionsbetrieben nicht vorgesehen ist.

Die Nähte werden von Faden-Enden gesäubert. Lose Fäden werden entfernt. Ein Arbeitsschritt, der in den meisten Konfektionsbetrieben nicht vorgesehen ist.

Das fertige Herren Unterhemd muß sich dem kritischen Blick während der Endkontrolle stellen. Bei der kleinsten Beanstandung ist spätestens hier die Reise für das Unterhemd beendet. Ist die Kontrolle überstanden wird hier das Unterhemd gebügelt.

Das fertige Herren Unterhemd muß sich dem kritischen Blick während der Endkontrolle stellen. Bei der kleinsten Beanstandung ist spätestens hier die Reise für das Unterhemd beendet. Ist die Kontrolle überstanden wird hier das Unterhemd gebügelt...

...gefaltet und im nächsten Schritt...

...gefaltet und im nächsten Schritt...

...in die ALBERT KREUZ Schachtel verpackt. Danch erfolgt der Transport in das Versandlager. Von dort wird es nach Eingang der Bestellung über den Webshop www.albert-kreuz.de direkt per DHL zum Kunden transportiert.

...in die ALBERT KREUZ Schachtel verpackt. Danch erfolgt der Transport in das Versandlager. Von dort wird es nach Eingang der Bestellung über den Webshop www.albert-kreuz.de direkt per DHL zum Kunden transportiert.

Männer kaufen anders als Frauen

Männer kaufen anders als Frauen. Während Frauen sich Zeit lassen, sich sehr viele Artikel ansehen um sich inspirieren lassen, wissen Männer genau was sie suchen.  (Wirkt hier etwa die Evolution nach, mit der Rollenverteilung der Jäger und Sammler)? 

ALBERT KREUZ Wäsche jedenfalls, wird zu 90% von Männern gekauft. Mit unserem neuen Artikel-Filter berücksichtigen wir nun dieses “Kaufverhalten” und ermöglichen nun das schnelle und zielgerichtete Finden.  In der Kategorie Herren-Unterhemden kann so mit wenigen Klicks Material, Kragenform, Armform und Farbe ausgewählt und das gewünschte  Herren-Unterhemd gefunden werden. Nahezu Pflicht ist die Suchfunktion bei unseren 258 Seiden-Stoffen aus denen wir Krawatte (schmal oder breit), Schleife /Fliege nach Halsweite oder verstellbar, Einstecktuch, Kummerbund oder Schal fertigen. Auch hier wird das gewünschte Dessin schnell gefunden. Besonders praktisch ist hierbei die Möglichkeit z.B. mehrere Farben auszuwählen.  Unser Tipp – einfach mal testen. Wir freuen uns über Ihr Feedback.

Herren Unterhemd finden

Der Sommer kommt – einen kühlen Fuß behalten!

Auf einen bitterkalten und langen Winter folgte ein regenreiches Frühjahr. Der einst als Wonnemonat geltende Mai hatte diese Bezeichnung in diesem Jahr nicht verdient. Und selbst zum meteorologischen Sommeranfang sah man die Mehrheit der Menschen noch in dicke Jacken gehüllt. Doch das Leiden hat ein Ende und der Sommer bahnt sich seinen Weg. Für all diejenigen, die nun Angst vor leidigen Schwitzfüßen haben und sich das Tragen von Badelatschen nicht erlauben können, haben wir hier einige Tipps auf Lager. Was trägt Mann also im Sommer an den Füßen?

Eines vorweg: Generell sollten in geschlossenen Schuhen Strümpfe getragen werden. Weniger aus ästhetischen Gründen, denn vielmehr aus hygienischen. Ohne Strumpf schwitzt der Fuß doch allzu leicht und kann den Schuh in Mitleidenschaft ziehen. Doch natürlich gibt es hier auch Ausnahmen. Wer in einer konservativen Branche arbeitet, der wird im Sommer nicht allzu viele Möglichkeiten der Fußentspannung finden. Ein Kauf von rahmengenähten Schuhklassikern kann hier eine Alternative sein. Sie garantieren ein angenehmes Fußklima und machen Schwitzfüßen den Gar aus. Für alle anderen Männer gibt es stilsichere Möglichkeiten durch die heiße Jahreszeit zu kommen.

Mokassins und Loafer als beliebte Sommerschuhe

Mokassins sind zum Beispiel eine gute Wahl. Dabei handelt es sich um weiche Schlupfschuhe aus Leder, die ohne Absatz auskommen. Der Schaft wird unter dem Fuß herumgeführt. Sie sind extrem leicht und luftig, aber wiederum aufgrund ihres weichen Wildleders und der dünnen Laufsohle nicht für weite Wege geeignet. Ihr Einsatz sollte sich einzig auf den Freizeitbereich konzentrieren – in der Geschäftswelt haben Mokassins nichts verloren. Für eine lange Autofahrt indes eignen sie sich perfekt und dürfen auch gerne barfuß getragen werden.

Quasi eine Weiterentwicklung des Mokassins ist der Loafer. Dieser wohl bekannteste Schlupfschuh hat seit seiner Erfindung zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA einen festen Platz in der Männermode. Zuerst wussten die Studenten die bequeme Leichtigkeit des Loafers zu schätzen, später folgte der Rest der Männerwelt. Bei uns ist er noch vornehmlich ein reiner Freizeitschuh bekannt, in den USA, Japan und Italien wird er in der schwarzen Ausführung jedoch auch gerne zu geschäftlichen Anlässen getragen. Warum sollten wir da nicht folgen?

Wer Turnschuhe vermisst, der greife zu Edelsneakern

Als Schuh für das Boot entwickelt, mittlerweise auch auf dem Festland zu Hause

Als Schuh für das Boot entwickelt, mittlerweise auch auf dem Festland zu Hause

Ein weiterer klassischer Freizeit- und Sommerschuh ist der Bootsschuh. Charakteristisch ist das um den Schaft laufende Lederband, das eine rasche Anpassung der Weite des Schuhs garantiert und seine Kautschuksohle mit dem obligatorischen Messerschnittprofil. Die Schuhe sind längst auf dem Festland angekommen und hier äußerst beliebt. Gerne können sie auch barfuß getragen werden.

Wer dem Turnschuhalter bereits entwachsen ist und diese doch ein klein wenig vermisst, dem kann durch sogenannte Edelsneaker geholfen werden. Diese entsprechen in Haltbarkeit und Formstabilität rahmengenähten Schuhen und haben mit den gemeinen Straßensportschuhen wenig gemeinsam. Gerade aktuell zum Start der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika haben zum Beispiel Emporio Armani und Pantofola d´Oro äußerst elegante Exemplare auf den Markt gebracht.

Wer zu diesen Schuhen kurze Hosen tragen möchte, der greift am besten auf Schlüpflinge zurück. Diese Socken enden am Knöchel und sind im Idealfall nicht zu sehen.

Einen schönen Sommer wünscht Shoepassion!

Der Artikel stammt aus der Feder von Shoepassion Herrenschuhe. In ihren Gastbeiträgen gibt Shoepassion einen Einblick in die Welt der Herrenschuhe. Shoepassion bietet eine eigene hochwertige Herrenschuh-Kollektion an.

ALBERT KREUZ setzt auf den Produktionsstandort Deutschland – Teil II

Textil-Experten unter sich: Edouard Ananijev von Riedel Textil, Erik Thomä von Hereiha Textil GmbH, Uwe Schmidt von Albert Kreuz GmbH (v.l.n.r.)

Textil-Experten unter sich: Edouard Ananijev von Riedel Textil, Erik Thomä von Hereiha Textil GmbH, Uwe Schmidt von Albert Kreuz GmbH (v.l.n.r.)

Wie Geschäftsführer Uwe Schmidt die für seine Marke ALBERT KREUZ passende Textilproduktion fand, haben Sie im letzten Beitrag erfahren. Warum er sich klar für den Produktionsstandort Deutschland entschieden hat und wie deutsche Textilproduzenten gegen die Konkurrenz aus Fernost punkten können, erfahren Sie jetzt.

Der Aufbau einer Modemarke erfordert eine klare Zielrichtung, eine Philosophie, ein Lebensgefühl und eine klare Zielgruppenansprache. ALBERT KREUZ ist nicht eine weitere Unterwäschenmarke für Männer, sie richtet sich klar an modebewusste Geschäftsmänner, die auf Qualität und Tragekomfort Wert legen. Um deren hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, müssen nicht nur die stofflichen Zutaten erstklassig sein, sondern auch die Verarbeitung. Das bedeutet, stete Kontrolle bei der Konfektionierung. Uwe Schmidt war es zudem wichtig, kurze Lieferzeiten und Transportwege zu haben.

Ökologisches Denken ist meist bei den Kunden schon verankert – immer mehr Verbraucher achten darauf, woher ihre Textilien kommen, aus was für einem Material sie hergestellt sind, welche Transportwege sie zurücklegen mussten. Uwe Schmidt hat diesen Trend zur Nachhaltigkeit von Anfang an in seine Kalkulationen einfließen lassen und die Kunden danken es ihm.

ALBERT KREUZ setzt auf deutsche Textilproduktion. Warum? Was für Vorteile bietet Hereiha Textil gegenüber Produktionsstätten im Ausland oder anderen in Deutschland?

E. Thomä: Wir bieten Qualität: Unsere Produktion findet auf modernsten Konfektionsmaschinen statt. Die von uns gefertigten Textilien sind erstklassig verarbeitet – das wissen unsere Kunden zu schätzen. Wer schnell neue Ware braucht, der bekommt sie auch. Wir garantieren kurze Reaktionszeiten und minimale Lieferzeiten. Zudem bieten wir unseren Kunden eine eigene Modellentwicklung und Schnitterstellung für die optimale Passform. Unser Kreativteam passt die Schnitte nach entsprechenden Kundenvorgaben für jeden Artikel individuell an. Das ist gerade für Modefirmen, bei denen die Wünsche des Kunden an erster Stelle stehen, von Bedeutung. Dies können Asien und Osteuropa nur bedingt leisten – hier sind wir klar im Vorteil.  Die Fertigung ist natürlich ein wenig teurer als in Asien oder Osteuropa.

 

Die Näherin von Hereiha Textil GmbH vernäht Front und Rückenteil des Unterhemds mit der Flatlock-Maschine

U. Schmidt: Hereiha bietet die Produktionskriterien, die mir wichtig sind. Bei Hereiha sind zudem die Kommunikationswege kurz. Meist sind mit einem Telefonat alle Fragen, beispielsweise zu kurzfristigen Produktionskapazitäten, geklärt. Durch die hohe fachliche Qualifikation der Näherinnen kann mir Hereiha extrem hohe Qualität liefern. Eine Qualität, die viele andere „Marken“ nicht anbieten können, weil deren Konfektionen von ungelernten Arbeitskräften gefertigt werden mit dem Ziel, schnell und billig zu arbeiten.

Für mein Business ist es auch unheimlich praktisch, in zwei Stunden in der Konfektion vor Ort zu sein, um Dinge persönlich zu klären. Im übrigen sind mein wichtigster Stoff-Hersteller, Riedel-Textil, der Verpackungshersteller, der Hersteller der Gummibänder für Unterhosen sowie der Hersteller der Markenlabel in der Chemnitzer Region angesiedelt, so dass ich – frühes Aufstehen vorausgesetzt – alle an einem Tag besuchen kann. Ein Vorteil, den ich nicht mehr missen möchte.

Was halten Sie vom Produktionsstandort Deutschland? Können Sie mit ausländischen Kalkulationen/ Preisen mithalten? Was zeichnet Hereiha aus? Mehr Leistung, mehr Qualität?

E. Thomä: Für die Textilindustrie ist der Standort Deutschland sehr schwierig geworden. Wir konkurrieren mit Ländern, die durch Billiglöhne, andere Personalpolitik, Produktionskosten etc. ganz anders kalkulieren können. Deren Preise sind mit unseren nicht vergleichbar. Wir können uns nur durch hohe Serviceleistungen auszeichnen: Qualität der Ware, Termintreue, kurze Lieferzeiten, kurze Wege, kleine Serien und den persönlichen Kontakt vor Ort. Das macht uns aus und das wissen unsere Kunden zu schätzen.

U. Schmidt: Beim Aufbau der Marke ALBERT KREUZ stellte sich natürlich auch die Frage nach dem Standort der Konfektion. Nach Abwägung von Vor- und Nachteilen war eindeutig klar, dass in dieses Konzept keine Produktionsstätten in Fernost passen. Ein kleines Unternehmen kann dort aus meiner Sicht gar nichts sparen, da es Unsummen in die Qualitätssicherung investieren müsste. In Deutschland können so unglaublich viele Dinge einfach vorausgesetzt werden, die man vermutlich erst zu schätzen weiß, wenn sie fehlen. Denken Sie beispielsweise an politische Stabilität, Strom, Telefon, Sprache, Zuverlässigkeit.

Gibt es eine Anekdote in der Zusammenarbeit mit Albert Kreuz?

 

Eine Näherin der Hereiha textil GmbH vernäht den unteren Saum des Unterhemds

E. Thomä: Da fällt mir nur die Namensverwechslung ein. Albert Kreuz wirkt wie ein gängiger deutscher Name und hat daher oft bei unseren Anschreiben für Verwirrung gesorgt. Herr Schmidt wurde anfänglich des Öfteren mit „Sehr geehrter Herr Kreuz“ von uns angeschrieben – auch heute noch schaue ich zweimal auf die Anrede, ob ich ihn mit seinem Namen und nicht mit dem seiner Marke angeschrieben habe.

U. Schmidt (lacht): Mit dieser Verwechslung sind Sie nicht allein! Es freut mich ja, wenn mein Markenname so in den Köpfen meiner Geschäftspartner und Kunden verankert ist.

Ich hätte noch eine weitere kleine Anekdote: Bei unserem ersten Treffen stellte ich mich als Quereinsteiger vor. Ich gab an, dass es mein Ziel ist, die bestmögliche Unterwäsche zu produzieren. Es darf also so (langsam) genäht werden, dass das bestmögliche Ergebnis erreicht wird. Das war dann wohl doch etwas überraschend für die Thomäs. Normalerweise werden sie gefragt: Wie geht es schneller, wie geht es billiger, wo können wir sparen.

Beispielsweise bei Retropants: Bei vielen Anbietern haben diese hinten eine Mittelnaht. Somit wird das Hinterteil aus zwei kleinen Stücken zusammengesetzt, was sehr wenig Verschnitt bedeutet und so das Material optimal ausgenutzt wird. Der Nachteil ist allerdings, dass enge Retroshorts mit Mittelnaht fast immer kneifen. Ich kenne jedenfalls keine, die nicht kneift. Bei ALBERT KREUZ haben enge Retroshorts hinten nie eine Mittelnaht. Viele unserer anspruchsvollen Kunden bestätigen uns, die besten Shorts zu produzieren, die sie je hatten.

Ihr Fazit nach eineinhalb Jahren guter Zusammenarbeit?

 

Ende gut, alles gut: Das ALBERT KREUZ Label darf nicht fehlen

E. Thomä: Die Zusammenarbeit mit Herrn Schmidt war und ist nicht einfach nur gut – sie ist kreativ, herausfordernd und spannend zugleich. Und nicht zu vergessen – sie macht uns auch noch sehr viel Spaß. (E. Thomä lacht) Und mich persönlich hat sie außerdem noch zu einem treuen Kunden von ALBERT KREUZ gemacht.

U. Schmidt: Die Entscheidung, auf den Produktionsstandort Deutschland zu setzen, war richtig. Ich möchte mich bei Erik Thomä und seiner Mutter herzlich für die Form der Zusammenarbeit bedanken. Bei der ein textiltechnisch „unwissender“ Kaufmann durch Hereiha und insbesondere Frau Thomä bestens beraten wurde und immer noch wird. Anfangs war es sicherlich ein großes Wagnis für Hereiha sich auf ALBERT KREUZ einzulassen, denn unsere Stückzahlen waren sehr gering und der Erfolg noch ungewiss. Jetzt stellt sich wirtschaftlicher Erfolg ein und die Zusammenarbeit lohnt sich für beide Seiten. Was mich auch für Hereiha sehr freut.

ALBERT KREUZ setzt auf Produktionsstandort Deutschland – Teil I

ALBERT KREUZ setzt auf den Produktionsstandort Deutschland

ALBERT KREUZ setzt auf den Produktionsstandort Deutschland

Wer in Deutschland produziert bzw. produzieren lässt, ist doch verrückt. Längst haben Billiglohnländer wie Ukraine, Weißrussland, Indien und allen voran China der deutschen Textilindustrie den Rang abgelaufen. Die meisten großen Modefirmen lassen nicht nur ihre Stoffe in Asien herstellen, sondern auch ihre Kollektionen dort fertigen. Fertigung in Deutschland ist eher zu einem Nischenprodukt geworden. Dabei kann es gerade für kleine Modemarken durchaus Sinn machen, sowohl Stoffe als auch die Konfektion in Deutschland fertigen zu lassen. Als junge Unterwäschen-Marke für Männer hat ALBERT KREUZ eine eher kleine Produktionsmenge, legt aber bei seinen Modellen Wert auf hohe Qualität und eine positive Öko-Bilanz. In der Hereiha Textil GmbH hat ALBERT KREUZ den richtigen Partner für seine Konfektion gefunden. Das Unternehmen mit Sitz in Hartmannsdort bei Chemnitz hat sich vor allem auf Musterkollektionen im Bereich Unterwäsche, Damenoberbekleidung und Arbeitskleidung spezialisiert. Geführt wird Hereiha von Erik Thomä und seiner Mutter Maria Thomä.

Wie es zur Zusammenarbeit kam und welche Vorteile sich daraus für ALBERT KREUZ und auch für dessen Kunden ergeben, das haben wir in einem gemeinsamen Gespräch mit Erik Thomä und Uwe Schmidt, Geschäftsführer der Albert Kreuz GmbH, erörtert.

Können Sie uns einen kurzen Einblick in die Geschichte der Hereiha Textil GmbH geben?

 

 Erik Thomä, Geschäftsführer Hereiha Textil GmbH, im Gespräch mit ALBERT KREUZ

Erik Thomä, Geschäftsführer Hereiha Textil GmbH, im Gespräch mit ALBERT KREUZ

E. Thomä: Unser Unternehmen wurde 1903 vom Großvater meiner Mutter, Hermann Reichenbach, in Hartmannsdorf gegründet. Daher auch der Name HeReiHa. Seit den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts lag der Schwerpunkt der Produktion in der Konfektionierung von Handschuhen, Nacht- und Unterwäsche. 1972 wurde das Familienunternehmen verstaatlicht. Nach Rückübertragung der Firmenimmobilie erfolgte 1997 die Neugründung als Hereiha Textil GmbH. Chemnitz galt und  als eines der Zentren der Textilindustrie in Deutschland. Dieser Tradition fühlen wir uns auch heute noch verpflichtet – auch wenn die Zeiten  immer schwerer werden.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit ALBERT KREUZ?

E. Thomä: Um ganz ehrlich zu sein, Herr Schmidt stand im Oktober 2008 einfach vor unserer Tür und ich habe ihn hereingelassen. Seitdem arbeiten wir erfolgreich Hand in Hand.

U. Schmidt: So einfach, wie es sich bei Herrn Thomä anhört, war es für mich als Neuling in der Modebranche nicht. Ich hatte mir einen Katalog aufgestellt, welche Anforderungen mein Konfektions-Partner hinsichtlich Qualität, Quantität, Lieferzeiten und maschineller Ausstattung erfüllen muss. Dann habe ich mir bei der IHK Adressen von Konfektionsfirmen besorgt, da diese traditionellen Firmen oft nicht oder nur schwer im Internet zu finden sind. Schließlich habe ich die potentiellen Partner auf meiner Liste besucht und mir deren Produktionsstätte angesehen. So stand ich dann schlussendlich vor Herrn Thomäs Tür. Das stimmt. Und: Hereiha erfüllte alle Punkte aus meinem Katalog. Das war aber nur ein Aspekt. Auch auf menschlicher Ebene war von Anfang an ein gegenseitiges Verständnis da.

Wer sind Ihre Kunden und was macht Hereiha Textil GmbH aus? Welche Vorteile hat beispielsweise ALBERT KREUZ, bei Ihnen fertigen zu lassen?

Bei Hereiha Textil GmbH arbeiten hochqualifizierte Näherinnen, die den Kunden jeden Wunsch erfüllen

Bei Hereiha Textil GmbH arbeiten hochqualifizierte Näherinnen, die den Kunden jeden Wunsch erfüllen

E. Thomä: Wir richten uns vor allem an Modedesigner oder Modeketten mit Musterkollektionen sowie Internetversandhändler. Wir übernehmen für unsere Kunden auch Schnittentwurf und Schnittdesign sowie die Lagerung der Textilien. Oft beauftragen unsgroße Modeketten mit der Nachproduktion gut laufender Artikel. In Asien werden große Stückzahlen produziert – Produktion und Transport brauchen ihre Zeit Läuft ein Modeartikel in den Geschäften besonders gut, lohnt es sich jedoch nicht, in Asien nachzuordern – die Saison wäre in den meisten Fällen schon wieder vorbei. Nun lohnt sich die Nachproduktion in Deutschland.

Wir können hier vor Ort sehr schnell die Produktion eines bestimmten Modeartikels aufsetzen und innerhalb von wenigen Tagen fertigen. Vorteil bei einer Produktion in Deutschland ist zudem die gleichbleibende Qualität durch vorgegebene Standards, die im asiatischen Raum nicht durchgängig vorhanden sind.

U. Schmidt: Bisher konnte Hereiha alles umsetzen, was ich von ihnen gefordert habe. Hereiha besteht aus fachlich hoch qualifizierten Mitarbeitern, die ihr Handwerk verstehen. Das ist vor allem für mich als Quereinsteiger wichtig. Denn für mich steht neben Qualität in der Umsetzung die Beratung an vorderster Stelle. Wenn ich eine Frage habe, wie ein Detail umgesetzt werden kann, weiß Frau Thomä meist eine Lösung.

Warum Hereiha immer noch erfolgreich in Deutschland produziert und ALBERT KREUZ den Produktionsstandort Deutschland durchaus für vorteilhaft hält, erfahren Sie im zweiten Teil unseres Interviews.