Der Gesetzgeber drängt zum „Long John“ – Wenn Unterwäsche zum Politikum wird

Das "Drunter stimmt". Nichts zu meckern für die Hüter des Dresscodes. ALBERT KREUZ Business-Unterhemd.

Das "Drunter stimmt". Nichts zu meckern für die Hüter des Dresscodes. ALBERT KREUZ Business-Unterhemd.

Das Thema Unterwäsche ist längst nicht mehr privat. Vorbei gehen die Zeiten, in denen jeder nach Lust, Laune oder weil es im Schrank gerade obenauf liegt, „unten drunter“ das anziehen kann, was er mag. Korea ist jetzt das erste Land, das einen Underwear-Kodex erlassen hat. Kein Spaß: Was die Gemüter von Hunderttausenden Staatsdienern erhitzt, soll Energiekosten einsparen helfen.

Noch lange bevor Thilo Sarrazin mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ bundesweit – für Aufregung sorgte, provozierte der Berliner Ex-Senator auf lokaler Ebene immer mal mit flotten Sprüchen. Es ist erst einige Winter her, da empfahl er Hartz IV-Empfängern als Mittel gegen zu hohe Heizrechnungen, einfach mal einen Pullover mehr anzuziehen. Sarrazins rüde Empfehlungspraxis in Sachen Bekleidung macht jetzt Schule, auch wenn ganz andere Zielgruppen als Sozialhilfeempfänger betreffend.

Dezember 2010: Als erste brach die Schweizer Großbank USB mit der Praxis, was Er und Sie unter dem Business-Outfit tragen, gehe keinen etwas an. Eine 52-seitige Dienstanweisung für zunächst fünf Filialen regelt, wie MitarbeiterInnen duften und auszusehen haben. Das “UBS Corporate Wear Dress Guide for Women und Men” schreibt weiblichen Angestellten “hautfarbene Unterwäsche” und Seidenstrümpfe vor. Männer haben schwarze, ungemusterte Socken zum anthrazitfarbenen oder anders dunklen Anzug und weißem Oberhemd zu tragen.

Januar 2011: Keinen Monat später macht ein neuerlicher Dresscode Schlagzeilen – diesmal in Form eines Urteils. Richter am Kölner Landgericht gaben einer am Airport arbeitenden Sicherheitsfirma Recht, das In- und Outfit ihrer Mitarbeiter den dienstlichen Obliegenheiten unterzuordnen. Neben frischen Frisuren in „ihrer natürlicher Farbe“ wird beiderlei Geschlechtern ein weißes Unterhemd verordnet; weiblichen Sicherheitsleuten haben einen weißen oder hautfarbenen BH zu tragen.

Immer noch Januar 2011: Während solche Unterwäsche-Verdikte als Bestandteil des unternehmerischen Erscheinungsbildes in Mitteleuropa vergleichsweise nur wenige Menschen betreffen, sieht das in Südkorea ab sofort schon ganz anders aus. Dort müssen Staatsdiener im Winter durch das Tragen langer Unterhosen, auch „Long John“ genannt, Heizenergie einsparen helfen. Motto: Mit warmer Unterwäsche gegen Bürokälte (Sarrazin lässt grüßen)! Gleichzeitig wies die Regierung als Maßnahme im Kampf gegen die gegenwärtige Kältewelle alle Ministerien, staatliche Firmen und öffentliche Einrichtungen an, mittags und zwischen 17 und 18 Uhr die Heizungen ganz abzudrehen.

Rituale und Glücksmomente nicht nur für Silvester – Erfolg Privat und im Business durch Spirit

Sabine Oberhardt - Erfolgsstrategien

Sabine Oberhardt - Erfolgsstrategien

Gerade an Silvester und Neujahr gibt es verschiedenste Rituale, die in dem Glauben auf Glück und Erfolg durchgeführt werden. Der Spruch „Prosit Neujahr“ und einen „guten Rutsch“ wünschen sind keine Floskeln, sondern es steckt ein Ritual dahinter. „Prosit“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: „Es möge gelingen!“ Der „gute Rutsch“ hat nichts mit „ins Neue Jahr rutschen“ zu tun, sondern kommt aus dem Jiddischen, von „Rosch“ (Anfang). Hier wünscht man einen guten Anfang, der gelingen möge – die Zauberformel für Glück.

Rituale geben Sicherheit oder garantieren das Glück. Die Nachfrage nach Marzipanschweinchen, Glücksklee, Schornsteinfegern und anderen Glücksbringern ist enorm. Der Wunsch, glücklich zu sein oder endlich das Glück zu erhalten, ist in jedem vorhanden.

Was hat dies mit Sabine Oberhardt Spirit GmbH zu tun? Sabine Oberhardt beschäftigt sich als Managementtrainer und Coach schon jahrzehntelang mit dem positiven Denken und der Kraft der Rituale. Hier hat sie schon vielen Kunden geholfen, ihren Erfolgsweg zu gehen und das Leben in eine positive Richtung zu steuern. Beispielsweise schimpfte eine Frau über ihren Chef und meinte: „Der ist immer so launisch.“ Auf die Frage, was sie jeden Morgen über ihren Chef denke, erwiderte sie: „Mit dem kann man es nicht aushalten.“ Das Erfolgsritual als Tagesimpuls für diese Frau lautet: Heute kommuniziere ich wertschätzend und effektiv mit meinem Chef. Die Frau war verblüfft, nachdem sie dies vier Wochen lang durchführte und erkannte, dass er sich doch tatsächlich veränderte. Neuste Gehirnforschungen bestätigen, dass unser Gehirn immer auf unseren Impuls reagiert. Unser Gehirn kann nicht unterscheiden, ob die Einstellung so richtig ist oder nicht. Wenn Sie denken, dass es Ihnen gut geht, dann ist es auch so. Probieren Sie dies gleich nach Ihrem „Silvesterkater“ aus.

Die große Herausforderung bei jedem Menschen besteht darin, ein Verhalten langfristig zu ändern. Dies nahm Sabine Oberhardt zum Anlass, besondere und individuelle Persönlichkeitstees und -Düfte anhand der Temperamentenlehre zu entwickeln. Durch die Verbindung aller Sinne funktionieren Rituale langfristig und es entsteht eine klassische Konditionierung, wie man sie auch aus der Verhaltenspsychologie kennt. Denken Sie nur an die Geschichte mit dem Pawlowschen Hund. Sobald die Glocke erklingt, bildet sich Speichel und der Hund weiß, dass es gleich Fressen gibt. Übertragen heißt dies, dass wir durch ein Ritual uns langfristig positiv beeinflussen und dies auch beibehalten.

Dies hat Sabine Oberhardt mit ihrer Wellnesskollektion für Körper, Seele und Geist umgesetzt. Durch den Geruch der erfrischenden und einmaligen Kräutermischungen wird der erste Impuls gesetzt. Sie schmecken erstaunlich. Gleichzeitig nimmt die Nase eine in den Raum gesprühte Duftmischung auf. Sie ist auf den Tee abgestimmt. Nur wenige Minuten dauert dieses rituelle Sinnesspiel. Dann ist man entspannt, kraftvoll und positiv gestimmt. Versehen mit einem kleinen Ritualspruch für jeden Persönlichkeitstyp ist der Erfolg schon garantiert.

„Meine Tee- und Duftmischungen entsprechen den Farbtypen rot, blau, gelb und grün. Diese Farben symbolisieren Charakteren wie den Macher, Denker, Entertainer und Beziehungsmenschen (Vierquadrantenmodell nach Dr. W.Marston DISG). Über Jahre hinweg habe ich auf der Basis meiner Erfahrungen im Coaching und Training mit Kunden in Industrie und Wirtschaft an diesem Konzept gearbeitet. Die einmalige Kombination der Temperamenten lehre mit Charaktertypen sowie deren Verbindung mit unseren Sinnen und Emotionen stellt sich als wunderbares Erfolgsritual heraus. So werden beim gelben Typ zum Beispiel Entscheidungsfreude und beim Roten mentale Stärke gestärkt. Inspiration und Kreativität erhält der Typ grün, der Blaue ist motiviert und konzentriert. Der Clou ist, dass die natürlich hergestellten Produkte mit ganz individuellen und persönlichen Glaubensätzen anwendbar sind.“

Die Produkte schmecken und duften am Puls der Zeit. Tägliche kurze rituelle Auszeiten zur Steigerung der körperlichen, geistigen und seelischen Balance gehören zu den wunderbaren Glücksmomenten. Das Ziel von Sabine Oberhardt ist, die Kunden ganzheitlich zu begleiten, damit jeder sein Ziel in Balance erreicht.

Und wir lieben Rituale! Warum wir auch im 21. Jahrhundert immer noch Rituale im Jahreskreislauf durchführen, hat eine einfache Erklärung: Rituelle Handlungen mögen manchem sinnlos oder gar kitschig erscheinen, aber sie geben den Menschen seit jeher Stabilität und helfen ihnen, ihr Leben zu bewältigen.

Rituale stärken schon bei Kindern das Grundvertrauen. Sie fördern Verlässlichkeit und Kontinuität im Leben. Und vor allem tragen sie zur emotionalen Stimmung bei. Rituale vermögen es, uns auf etwas einzustimmen. Rituale markieren Übergänge, wie zum Beispiel, die Silvesterfeier, den Jahreswechsel. Und Rituale beeinflussen unser Denken und Handeln. Sie vermitteln Werte und Ideen, die wir in der Routine des Rituals immer wieder bestätigen.

Die tiefe Kraft der Rituale erschließt sich im unmittelbaren Erleben auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. Sie kann ebenso wenig klar in Worte gefasst werden wie die Liebe. Ebenso wirkt Spirit, einmalig und geheimnisvoll. Ein ganz persönlicher Erfolg ist es, wenn Sie sich über die Bedeutung Ihrer Rituale in der Familie, mit Freunden oder in der Arbeit bewusst sind. Wenn Sie die Kraft und das Glück der Rituale nutzen, um Ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Der Geist der Rituale, der Spirit, weht nicht wo er will, sondern dort, wo Sie ihn hindenken und nach ihm handeln!

Ich lade Sie ein, im täglichen Tee- und Duftritual von Spirit genau dieses einmalig Wunderbare zu erfahren.

Die Autorin

Auf der neuen Website http://www.sabineoberhardt.com finden Unternehmen wie Privatpersonen die richtigen „Erfolgsstrategien“ fürs Business und Leben. Zudem gibt ein Temperamenten-Test Aufschluss über die individuelle Persönlichkeit und dient zugleich als Wegweiser zu den richtigen Wellness- und Balance Produkten.

Weitere Informationen:

Sabine Oberhardt Experience
Erfolgs- und Balancestrategien für Menschen & Unternehmen
Tulpenstraße 22
74363 Güglingen
Tel.: 07135 / 96 11 60
Fax: 07135 / 96 11 49
E-Mail: success@sabineoberhardt.com
Web: http://www.sabineoberhardt.com

Aufregung um DRESSCODE Schweizer Großbank

Laut UBS nicht erlaubt: Violette Strümpfe. Würden Sie diese Regel brechen?

Laut UBS nicht erlaubt: Violette Strümpfe. Würden Sie diese Regel brechen?

Die Aufregung um eine Meldung aus Genf über einen speziellen Dresscode, den die Schweizer Großbank UBS für ihre Mitarbeiter vorsieht, sorgte bei uns für in der Vorweihnachtszeit für Verwunderung.

Zunächst aber der Hintergrund: Damit das Renommee der Schweizer Großbank UBS wieder aufpoliert wird, kehrt man ganz klassisch zur entscheidenden Wirkung des 1. Eindruckes zurück. Die Seriosität der Bank und deren Mitarbeiter soll durch und durch über das äußere Erscheinungsbild vermittelt werden. Dazu erließ das Bankhaus vor kurzem einen mehr als 40-seitigen Dresscode mit detaillierten Anweisungen an die Angestellten. Frauen sollen demnach z.B. keinen aufdringlichen Schmuck tragen und darauf achten, nichts in den Blazertaschen zu haben, damit diese nicht ausbeulen.

Weiterhin geht der Dresscode ganz konkret auch für die Unterwäsche ins Detail: Unterwäsche – möglichst aus Mikrofasern, damit das Knittern bei Baumwollstoffen verhindert wird – hat unter weißen Hemden hautfarben zu sein. Hohe Qualität, damit die Hygiene an 1. Stelle kommt, wird vorausgesetzt. Selbstverständlich trägt der Banker nur Kniestrümpfe (ohne Muster) damit beim Überkreuzen der Beine nicht das Bein oder gar die Beinbehaarung ans Tageslicht kommen.

Der klassische Businessanzug in definierten Farben wird begleitet von einem gepflegten Hemd und Krawatte. Der Mann zeigt sich gut rasiert und achtet auf Frisur und Parfum. Alles in allem der ist dies doch der (selbstverständliche) Grundsatz eines gepflegten und stilvollen Mitarbeiters, oder?

Für uns, als Herren-Unterwäsche Hersteller lesen sich daher die Auszüge aus dem von der Genfer Zeitung „Le Temps“ veröffentlichen Dresscode fast wie Kopien aus den Beschreibungen unserer eigens entworfenen Business-Unterwäsche. Wir können die Aufregung, die sich um den Dresscode breit macht nicht teilen.

Im Grunde haben die Vorstände der Großbank das getan, was schon lange überfällig war: Sie haben Ihren Mitarbeitern einen Business-Knigge an die Hand gegeben. Das, was in Unternehmens-Seminaren, Schulungen und Beratungen seit Jahren der Tenor ist, wurde als schlichte „Anleitung zum Nachblättern für Mitarbeiter“ zu Papier gebracht.

Für uns alos kein Aufreger sondern eine Selbstverständlichkeit: Stil, Etikette und Dresscode gehören einfach zu jedem Mann in der Business-Welt.

Vielleicht beschert uns am Ende der Schweizer Banken Dresscode ein ungeahntes Geschäft über die deutschen Grenzen hinaus? Pünktlich dazu sind jedenfalls unser italienischer und englischer Webshop vor kurzem online gegangen, fast als hätten wir eine Vorahnung gehabt.

Wir stehen jedenfalls hinter dem Business-Dress-Knigge und stehen auch den Mitarbeitern der Schweizer Großbank gerne zur Verfügung, den letzten Schliff sowohl „drunter“ als auch „drüber“ von uns zu bekommen.

Bei so viel Stil und Dresscode bleibt uns nur noch Ihnen allen, ob Banker oder nicht, eine besinnliche und frohe Festzeit zu wünschen.

Frohe Weihnachten!

Ihre ALBERT KREUZ GmbH

Muss es immer Bio-Baumwolle sein? Wie wär’s mit Unterhemden aus HOLZ?

Wir von ALBERT KREUZ haben die Lösung

Unterhemd aus "Holz" - Serie Stuttgart

Unterhemd aus "Holz" - Serie Stuttgart

Unser Ziel sollte eine Alternative zur Bio-Baumwolle sein, welche unseren anspruchsvollen Kunden gerecht wird:  Herren-Unterhemden mit positiver Öko-Bilanz und trotzdem perfekt auf Business-Bekleidung abgestimmt und angenehm wie eine zweite Haut zu tragen.

Normalerweise fällt einem unter dem Begriff „ökologische Kleidung“ sofort Bio-Baumwolle ein. Doch betrachtet man das scheinbar unendliche Angebot an solchen „Bio-Baumwoll-Produkten“ auf dem Markt – darf man berechtigte Zweifel anbringen: Kann die wirklich echte Bio-Baumwolle den weltweiten Bedarf an Bekleidungs-Stoffen tatsächlich decken? Eher nicht, denn gerade einmal 175.000 Tonnen Bio-Baumwolle stehen einem jährlich Gesamtbedarf von über 70 Millionen Tonnen Textilfasern gegenüber. Hinzu kommt, dass bei Bio-Baumwolle der Verzicht auf den Einsatz toxischer und persistenter Pestizide zwar die Verunreinigung des Grundwassers verhindert, demgegenüber jedoch der enorme Wassereinsatz steht, der für das Wachstum der Baumwolle notwendig ist. Dieser beeinflusst die Öko-Bilanz der Bio-Baumwolle negativ. Zusätzlich muss man bedenken, dass die Fläche für den Baumwollanbau begrenzt ist.

Da können Kunstfasern entgegen der weitverbreiteten Meinung durchaus eine Alternative darstellen. Ökologische Kleidung ist nämlich Dank der modernen Technologie der Chemiefasern möglich geworden. So gibt es beispielsweise Kunstfasern aus Zellulose, die aus dem natürlichen nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen werden. Im Gegensatz zu ca. 8000 Ltr. Wasser zur Herstellung von einem Kilo Baumwolle reichen für Zellulosefasern aus Buchenholz lediglich 10-20% davon. Naturnahe Kunstfasern können also ökologisch gesehen der Baumwolle sogar überlegen sein.  Doch wie fühlt sich das Ergebnis an? Verwöhnt von den Eigenschaften der Baumwolle geht die weit verbreitete Meinung dahin, dass „Kunstfasern“ negative Trageeigenschaften hätten.  Dem ist nicht so.  Im Gegenteil:

Wir setzten für unsere Wäscheproduktion der Reihe „Stuttgart“ die von Lenzing (Österreich) produzierte  (Luxus)Faser MicroModal® ein. Der daraus gefertigte Stoff ist atmungsaktiv, extrem weich und anschmiegsam. Selbst die Feuchtigkeitsaufnahme  und  -Weiterleitungseigenschaften übertreffen die der Baumwolle. So werden höchste Ansprüche an Luxus mit einer hervorragenden Öko-Bilanz verbunden. Daneben kaufen wir auch Zutaten wie Etiketten und Verpackung von deutschen Produzenten und lassen in einer Textil-Manufaktur in Mittelsachsen fertigen. Somit bleiben die Transportwege kurz – auch das ist gut fürs Klima.

Einer der wichtigsten Faktoren für Nachhaltigkeit ist zusätzlich eine lange Lebensdauer der Produkte. „Denn was nicht ersetzt werden muss, belastet nicht die Umwelt – und hier sind wir ganz weit vorn mit der Langlebigkeit unserer Herrenunterwäsche“.

Wer hätte gedacht, dass man unter hervorragenden ökologischen Gesichtspunkten hochwertige Unterwäsche ohne Bio-Baumwolle in Deutschland herstellen lassen kann? MANN trägt daher heute umweltbewusste, weiche und atmungsaktive Wäsche und niemand käme auf die Idee, dass diese aus „Holz“ ist.

Umweltschutz kennt also keine Grenzen – und kann bis auf die Haut gehen, in diesem Fall in Form unserer Herren-Unterwäsche. Wenn sich Luxus auf der Haut und Umweltschutz vereinen – dann ist das die moderne Form von Umweltbewusstsein – mit der sich jeder MANN gerne identifiziert.

Slip, Shorts & Co. – Die Urururenkel von Feigenblatt und Lendenschurz

Retroshorts in schönster Form

Retroshorts in schönster Form

Erfinder bitte aufgepasst: Nachdem der Herrenslip gut 150 Jahre alt ist, sucht die Brandenburger Unterwäschefabrik ALBERT KREUZ jetzt nach Ideen für die nächste Unterhosen-Revolution. „Die ist nach so vielen Jahren nun langsam überfällig“, meint Geschäftsführer Uwe Schmidt, der als Erfinder des „unsichtbaren“ Unterhemds zwar Schlagzeilen bis nach Großbritannien gemacht hat, aber in Sachen Männer-Unterhosen bisher auch „nur“ Akzente bei Materialien und Schnitten hinzufügen konnte. „Wir haben Retroshorts mit Super-Passform, womöglich das knalligste Orange und die besten Materialien; aber von generell Neuem ist das noch weit entfernt“, findet der 42-Jährige .

Dabei scheint die Zeit für die nächste Generation für „unten drumherum“ längst herangereift: Unterhosen sind – anders als Unterhemden – inzwischen ein hygienisches Muss (nur über die Wechselfrequenz lässt sich noch streiten). Männer-Unterhosen stehen spätestens seit den Achtzigern auch nicht mehr im modischen Abseits. Der einst normbestimmende Feinripp-Schlüpfer (mit und ohne Beinansatz bzw. Eingriff) hat inzwischen starke Konkurrenz bekommen: (Boxer)Shorts, Pants oder Retropants, Tangas oder Strings – und die in allen denkbaren Variationen, Farben, Benennungen und Stoffqualitäten von Strech bis Microfaser.

Masse oder Klasse

Als Mann heutzutage hat man die volle Auswahl. Diese reicht vom Sonderangebot nach dem Motto „Im Zwölferpack für 9,99 €“ bis hin zum Unterhosen-„Porsche“, einem Slip von DOLCE & GABBANA für 71,90 €. Die Vielfalt unter Jeans bzw. Anzughose war noch vor Jahrzehnten kaum denkbar, zumal die Entwicklungsgeschichte des Männer-Slips mit seinen eigenartigen Zwischenformen auch eher an einen Schmetterling erinnert. Dort stand am Anfang die Raupe, während an und um die Männerbeine ganz am Anfang ein Lendenschurz flatterte. Das war vor 20.000 Jahren. VIP-Männer bei den alten Ägyptern hoben sich von ihren Geschlechtsgenossen am Pharaonenhof durch einen doppelten Schurz ab, der schon mal das Knie bedecken konnte und auch verziert gewesen sein soll.

Leuchtender geht nicht. Trunk-Shorts aus Light Meryl in Orange.

Leuchtender geht nicht. Trunk-Shorts aus Light Meryl in Orange.

Wir überspringen die biblische Feigenblattzeit und nähern uns der Antike. Trug Mann zum Beispiel in griechischen Vorzeiten ein langes Gewand, dann mit Stolz und darunter „ohne“. Erst die Tunika tragenden Römer wickelten sich auch unten herum in ein extra Tuch, Subligaculum genannt, ein. Die Ururur-Unterhose ward geboren – und geriet wieder in Vergessenheit. Erst tausend Jahre später sind bei ersten Männern in Mitteleuropa dreiteilige Unterhosen zum Schutz der Lenden nachzuweisen. Das Kuriose: Mann musste Lendenteil und beide Beinröhren separat anziehen – alles andere als bequem und alltagstauglich, aber womöglich der letzte Schrei (spätestens dann, wenn man sich damit wund gelaufen hatte).

Was Kaiser Otto, Dante oder Papst Alexander III. im 11. und 12. Jahrhundert unter Rüstung oder Mantel trugen, ist nicht überliefert. Fakt jedoch ist vielmehr, dass sich im späteren Mittelalter für beiderlei Geschlecht unterschiedlich lange Hemden aus Leinen durchsetzten, die Tag und Nacht getragen wurden. Parallel dazu kam die Bruche, eine Kurzhose, in Mode. Erst seit Ende des 18. Jahrhunderts – Goethe, Napoleon und Ernst August zu Weimar werden sie getragen haben – waren in bestimmten Kreisen Männerunterhosen „angesagt“. Das Baumwollzeitalter war noch nicht angebrochen, also waren die untersten Beinkleider wohl aus Wolle oder Linnen – kratz, kratz.

Retro-Shorts aus Stretch-Baumwolle in Weiß.

Retro-Shorts aus Stretch-Baumwolle in Weiß.

Schiesser als Vorreiter

Drei Generationen später, die deutsche Reichsgründung stand kurz bevor, gab der Wäschefabrikant Schiesser mit einem neuen Verfahren, bei dem Hemdschöße mit Knöpfen versehen wurden (um sie dann durch die Beine zu raffen) den Anstoß für die spätere Massenproduktion von Unterhosen, Baumwoll-Trikotagen genannt. Schiesser war es auch, der das Knüpftrikot entwickelte – ein Renner auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900. Gerippte Schlauchware – wir nähern uns der Feinripp-Problematik – taucht erstmals in England nach dem 1. Weltkrieg auf und wird zunächst nur für Strümpfe eingesetzt. Erst nach Weltkrieg II greift Schiesser diese Technologie zur Herstellung von Fein- und Doppelripp-Unterwäsche auf.

Zwischenzeitlich hatte der deutschstämmige Textilingenieur Arthur Kneibler in Chicago der dreißiger Jahre mit der Erfindung der dann unter dem Markennamen „Jockey“ vertriebenen Unterhose einen Welterfolg gelandet. Kreiblers Innovation gilt als Grundmodell der Herrenunterhose an sich und soll dem Hersteller, der Wäschefirma Copper Inc., 110 Lizenzverträge beschert haben. Die Patentunterhose war schließlich auch für Schiesser im Jahr 1951 Vorbild für die erste Doppelrippunterhose. Obwohl das Doppelripp-Zeitalter noch längst nicht beendet ist, entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten eine regelrechte Underwear-Kultur – auch zum Wohle der Herren. Die Männer haben Unterwäsche-mäßig alles gewonnen; nur der mehr oder weniger beliebte „Eingriff“ scheint inzwischen vollkommen aus der Mode zu sein. ALBERT KREUZ übernehmen Sie?