Als Kabarettist ist der Mediziner Eckart von Hirschhausen seit seinen beiden Büchern Mein Glück kommt selten allein und Die Leber wächst mit ihren Aufgaben nicht mehr von den deutschen Bühnen wegzudenken. Nun macht er auch modisch auf sich aufmerksam. Er ist vom Deutschen Mode-Institut (DMI/Köln) in Krefeld zum „Krawattenmann des Jahres” gekürt worden. Erster Preisträger war übrigens Hans Joachim Kulenkampff.
Was hat aber nun von Hirschhausen, was andere nicht haben?
Dazu die Jury: “Seine äußere Erscheinung stellt er bewusst und dabei kultiviert in den Dienst seiner Inhalte“. Mit spitzer Zunge bringt Hirschhausen Licht in das Dunkel medizinischer Hintergründe. Hirschhausen sei “ein moderner Eulenspiegel, aber kein Paradiesvogel”, so die Jury weiter. “Er verhält sich stilistisch konform zu seinem Publikum, aber bleibt dabei unkonventionell im Äußeren wie insgesamt in seinen intellektuellen und gleichzeitig lebensnahen Botschaften.”
Auf die Bühne tritt der Kabarettist meist mit Schlips und Kragen. “Das Schönste an der Krawatte ist, wenn man sie locker macht”, sagte er laut einer Mitteilung. “Als Neurologe habe ich nie verstanden, warum ein Mann glaubwürdiger und attraktiver sein soll, wenn er demonstrativ die Blutzufuhr in den Kopf drosselt”, so Hirschhausen. Wie man eine Krawatte bindet, habe ihm sein Vater gezeigt. Und wie man Krawattenmann des Jahres wird, weiß er nun auch.
Quelle: AP
Schlagworte: Dresscode, Eckart von Hirschhausen, Krawattenmann des Jahres 2009
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