ALBERT KREUZ setzt auf Produktionsstandort Deutschland – Teil I

ALBERT KREUZ setzt auf den Produktionsstandort Deutschland
ALBERT KREUZ setzt auf den Produktionsstandort Deutschland

Wer in Deutschland produziert bzw. produzieren lässt, ist doch verrückt. Längst haben Billiglohnländer wie Ukraine, Weißrussland, Indien und allen voran China der deutschen Textilindustrie den Rang abgelaufen. Die meisten großen Modefirmen lassen nicht nur ihre Stoffe in Asien herstellen, sondern auch ihre Kollektionen dort fertigen. Fertigung in Deutschland ist eher zu einer Nische geworden. Dabei kann es gerade für kleine Modemarken durchaus sinnvoll sein, sowohl Stofffertigung als auch die Konfektion in Deutschland anzusiedeln. Als junge Unterwäschen-Marke hat ALBERT KREUZ eine eher kleine Produktionsmenge, legt aber bei seinen Modellen Wert auf hohe Qualität und eine positive Öko-Bilanz. In der Hereiha Textil GmbH hat ALBERT KREUZ den richtigen Partner für seine Konfektion gefunden. Das Unternehmen mit Sitz in Hartmannsdort bei Chemnitz hat sich vor allem auf Musterkollektionen im Bereich Unterwäsche, Damenoberbekleidung und Sportwäsche spezialisiert. Geführt wird Hereiha von Erik Thomä und seiner Mutter Maria Thomä.

Wie es zur Zusammenarbeit kam und welche Vorteile sich daraus für ALBERT KREUZ und auch für dessen Kunden ergeben, das haben wir in einem gemeinsamen Gespräch mit Erik Thomä und Uwe Schmidt, Geschäftsführer der Albert Kreuz GmbH, erörtert.

Können Sie uns einen kurzen Einblick in die Geschichte der Hereiha Textil GmbH geben?

 

Erik Thomä, Geschäftsführer Hereiha Textil GmbH, im Gespräch mit ALBERT KREUZ

E. Thomä: Unser Unternehmen wurde 1903 vom Großvater meiner Mutter, Hermann Reichenbach, in Hartmannsdorf gegründet. Daher auch der Name HeReiHa. Seit den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts lag der Schwerpunkt der Produktion in der Konfektionierung von Handschuhen, Nacht- und Unterwäsche. 1972 wurde das Familienunternehmen verstaatlicht. Nach Rückübertragung der Firmenimmobilie erfolgte 1997 die Neugründung als Hereiha Textil GmbH. Chemnitz galt und  als eines der Zentren der Textilindustrie in Deutschland. Dieser Tradition fühlen wir uns auch heute noch verpflichtet – auch wenn die Zeiten  immer schwerer werden.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit ALBERT KREUZ?

E. Thomä: Um ganz ehrlich zu sein, Herr Schmidt stand im Oktober 2008 einfach vor unserer Tür und ich habe ihn hereingelassen. Seitdem arbeiten wir erfolgreich Hand in Hand.

U. Schmidt: So einfach, wie es sich bei Herrn Thomä anhört, war es für mich als Neuling in der Modebranche nicht. Ich hatte mir einen Katalog aufgestellt, welche Anforderungen mein Konfektions-Partner hinsichtlich Qualität, Quantität, Lieferzeiten und maschineller Ausstattung erfüllen muss. Dann habe ich mir bei der IHK Adressen von Konfektionsfirmen besorgt, da diese traditionellen Firmen oft nicht oder nur schwer im Internet zu finden sind. Schließlich habe ich die potentiellen Partner auf meiner Liste besucht und mir deren Produktionsstätte angesehen. So stand ich dann schlussendlich vor Herrn Thomäs Tür. Das stimmt. Und: Hereiha erfüllte alle Punkte aus meinem Katalog. Das war aber nur ein Aspekt. Auch auf menschlicher Ebene war von Anfang an ein gegenseitiges Verständnis da.

Wer sind Ihre Kunden und was macht Hereiha Textil GmbH aus? Welche Vorteile hat beispielsweise ALBERT KREUZ, bei Ihnen fertigen zu lassen?

 

Bei Hereiha Textil GmbH arbeiten hochqualifizierte Näherinnen, die den Kunden jeden Wunsch erfüllen

E. Thomä: Wir richten uns vor allem an Modedesigner oder Modeketten mit Musterkollektionen sowie Internetversandhändler. Wir übernehmen für unsere Kunden auch Schnittentwurf und Schnittdesign sowie die Lagerung der Textilien. Oft beauftragen unsgroße Modeketten mit der Nachproduktion gut laufender Artikel. In Asien werden große Stückzahlen produziert – Produktion und Transport brauchen ihre Zeit Läuft ein Modeartikel in den Geschäften besonders gut, lohnt es sich jedoch nicht, in Asien nachzuordern – die Saison wäre in den meisten Fällen schon wieder vorbei. Nun lohnt sich die Nachproduktion in Deutschland.

Wir können hier vor Ort sehr schnell die Produktion eines bestimmten Modeartikels aufsetzen und innerhalb von wenigen Tagen fertigen. Vorteil bei einer Produktion in Deutschland ist zudem die gleichbleibende Qualität durch vorgegebene Standards, die im asiatischen Raum nicht durchgängig vorhanden sind.

U. Schmidt: Bisher konnte Hereiha alles umsetzen, was ich von ihnen gefordert habe. Hereiha besteht aus fachlich hoch qualifizierten Mitarbeitern, die ihr Handwerk verstehen. Das ist vor allem für mich als Quereinsteiger wichtig. Denn für mich steht neben Qualität in der Umsetzung die Beratung an vorderster Stelle. Wenn ich eine Frage habe, wie ein Detail umgesetzt werden kann, weiß Frau Thomä meist eine Lösung.

Warum Hereiha immer noch erfolgreich in Deutschland produziert und ALBERT KREUZ den Produktionsstandort Deutschland durchaus für vorteilhaft hält, erfahren Sie im zweiten Teil unseres Interviews.

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