Businesswaffe Krawatte?

Krawatte gehört zum Business-Outfit des 21. Jahrhunderts © istockphoto
Krawatte gehört zum Business-Outfit des 21. Jahrhunderts © istockphoto

In der Financial Times war vor Kurzem ein interessanter Artikel über Business-Anlässe mit oder ohne Krawatte zu lesen. Überspitzt und humoristisch erzählt der Autor, wie er ohne Krawatte bei einem Business-Roundtable aufgetaucht ist, bei dem in der Einladung explizit „Business-Outfit“ erwünscht war. Da er jedoch Krawatten hasst, hat er die gute Beziehung mit dem Organisator aufs Spiel gesetzt und ist ohne Krawatte erschienen. In den Augen des Gastgebers ein Faux pax, der mit spitzen Bemerkungen und einem Brief („…Nächstes Mal mit Krawatte, oder Du kannst wieder nach Hause gehen.“) geahndet wurde.

Der Autor musste also feststellen, dass „…die Krawatte […] ein mächtiges Stück Stoff [ist] : Zur Business-Uniform des Mannes gehört sie rätselhafterweise auch noch im 21. Jahrhundert. Und wer sich mit ihr anlegt, ist schnell draußen!“ Und so erliegt zu guter Letzt auch der Autor dem gesellschaftlichen Zwang und kauft sich doch noch eine Krawatte für zukünftige formelle Anlässe.

Sind Krawatten wirklich ein so wirksames gesellschaftliches Druckmittel? Zumindest in den konservativen Branchen gehört sie zur Business-Uniform dazu und geben den Trägern „gemeinschaftliche Power“ – wie die österreichische Autorin Christine Bauer-Jelinek in ihrem Bestseller „Die geheimen Spielregeln der Macht“ feststellt.

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